Das Gegenteil von Grau - die Filmpremiere

Der Film "Das Gegenteil von Grau" von Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr hatte Premiere im Ladenlokal des Oberhaus. Unter Anwesenheit des Filmteams wurde im Anschluss diskutiert.

Im Schatten von Großprojekten gibt es sie also, die Gruppen, die hier im Ruhrgebiet praktische Utopien leben und neue Formen des Arbeitens und Lebens erproben. Auch wenn die Region in ihren Einzelteilen hier und da manchmal etwas provinziell erscheint, dann doch immer mit dem Versprechen, dass es hinter der nächsten Halde etwas Neues, Unbekanntes zu entdecken gibt. Anders, als in Metropolen wie München, Hamburg oder gar Berlin, bei denen jenseits der Innenstadt oft nur wenig zu finden ist, reiht sich hier Stadt an Stadt und die darin agierenden Aktuere selbst wissen oftmals nicht von einander.

In diese Lücke stößt der Film, er zeigt Aktivisten und GärtnerInnen, BesetzerInnen und Mieter, Graffittykünstlerinnen, Organisatoren, Köche und Künstlerinnen, die selbstorganisiert und gemeinschaftlich für ein schöneres und besseres Zusammen kämpfen.

Die weiteren Termine, sowie alle Infos, Pressematerial und Kontakte sind unter http://gegenteilgrau.de/ zu finden. Auch wer selber ein Screening organisieren will ist herzlich eingeladen sich an kontakt (at) gegenteilgrau.de zu melden

Bilder Matthias Coers

AW | Sonntag 26 März 2017 at 7:15 pm | | turmbLog |

Fit dank der Refugees´ Kitchen

Ein wirklich schöner Artikel in der Beilage "Metropole Ruhr" in der gestrigen Ausgabe der Zeit!
Und warum sich eure Gesundheit über jedes Gericht der Refugees´ Kitchen freut, erfahrt ihr hier:

GR | Freitag 03 März 2017 at 5:58 pm | | turmbLog |

Das E von Ob_rhausen

Lange, lange fehlte es - das E.
Nun ist es wieder da. Seht selbst.
WAZ vom 29.01.2016


Die WAZ bereichtet heute, hier zum nachlesen.

Neue co-creative Kollaborationen!

AW | Samstag 28 Januar 2017 at 3:13 pm | | turmbLog |

Frohes Neues!

Ein gutes & friedliches neues Jahr 2017 uns allen!
Happy New Year!
Peace 'n Cheers!

frohes Neues!

AW | Donnerstag 29 Dezember 2016 at 11:40 pm | | turmbLog |

Ein Forum Regionum für neue Ideen

Vom 9. bis 18. Dezember 2016 findet im Turm des Hbf und im Hochhaus in Oberhausen zum ersten Mal das Pilotprojekt Forum Regionum – ein Residenzprogramm für Künstler, Architekten, Stadtentwickler und Akteure der Zivillgesellschaft aus Russland und den Ländern der östlichen Partnerschaft - statt. 

Ziel des 9-tägigen Forums ist ein intensives Zusammenarbeiten und das Entwickeln von Pop-up-Formaten und Interventionen für verlassene oder nicht genutzte Gebäude und öffentliche Räume, die sich vom Oberhausener Kontext auf die Heimatregionen der Teilnehmenden übertragen lassen. Die Teilnehmer bekommen außerdem die Möglichkeit, lokale Initiativen und kulturelle Einrichtungen in Oberhausen und anderen Städten des Ruhrgebiets kennenzulernen, die erfolgreich nachhaltige Projekte für die Entwicklung urbaner Kunst und Kultur umsetzen. 
Teilnehmende am Forum Regionum sind Künstler, zivilgesellschaftliche Akteure, Kulturmanager, die in einer NGO oder öffentlichen Einrichtung aktiv sind, Angestellte kommunaler Verwaltungen, Architekten, Stadtplaner und -designer, die ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt in einem urbanen Raum jenseits der Hauptstädte in Armenien, Moldova, Russland, der Ukraine und Deutschland haben. Die Teilnehmenden sind zwischen 25 und 50 Jahre alt und kommen aus Sibirien, dem Ural, der Wes- und Zentralukraine, dem ländlichen Armenien, Chisinau sowie aus Berlin und Köln. 
Als Mentoren werden Matthias Einhoff – Gründer und künstlerischer Leiter des Zentrums für Kunst Urbanistik Berlin – und der Stadtplaner und Architekt Urban Jeriha aus Ljubljana das Forum begleiten. 


Die Abschlusspräsentation, -ausstellung und –party des Forums findet am Samstag, 17.12.2016, ab 18.00 Uhr im Hochhaus Oberhausen, Friedrich-Karl-Straße 4, 46045 Oberhausen, statt. Neben den Ergebnissen des Forums wird das audiovisuelle Festival Shiny Toys (Mülheim) mit der Installation „Explore sight and sound“ sowie visuals, DJs und Musik den Samstagabend im Hochhaus gestalten.

Forum Regionum wird von Agnieszka Wnuczak und Christoph Stark von kitev – Kultur im Turm e.V. (Oberhausen), den Alumni des Robert Bosch Kulturmanagerprogramms Barbara Anna Bernsmeier, Kathrin Oerters und Cornelia Reichel in Kooperation mit MitOst e.V. (Berlin) durchgeführt. Das Forum wird im Rahmen des Programms „Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland” vom Auswärtigen Amt gefördert.  


                                 


GR | Mittwoch 14 Dezember 2016 at 4:03 pm | | turmbLog |

Voneinander lernen, MITeinander verändern!

Bereits der erste Tag unseres Forums "MIT!" hatte es in sich! Die erste Podiumsdiskussion am vergangenen Mittwoch brachte Themen zur Sprache, welche den Turnus der gesamten Veranstaltung erahnen ließen.

Auf unseren Kontext bezogen - die zwei EU Projekte die sich gerade bei Kitev treffen- wurde zu Recht die Frage an die Verantwortlichen von städtischer Seite gestellt, wieso Oberhausen die Europäische Finanzierungen nicht aktiv zu suchen scheint. Wieso schafft es diese Stadt nicht die Möglichkeiten so wahrzunehmen wie kleinere, europäische Städte, zum Beispiel die slowenische Stadt Ajdovscina, die sehr gut von den EU Projekten profitieren konnte? Dank diesen neuen Finanzierungen konnten sie junge, qualifizierte Leute beschäftigen um somit eine Kultur schaffen, die viel von anderen Städten lernt, wie Ana Furlan von der Stadtverwaltung Ajdovscina erklärte. Infolgedessen ist dort eine sehr gut organisierte Struktur entstanden, die Leerstände verwaltet und somit für die temporäre Zwischennutzung einfacher zugänglich macht.

Über diesen Tag ist ein sehr schöner Artikel in der WAZ vom 09. September erschienen:

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GR | Mittwoch 14 September 2016 at 10:17 am | | turmbLog | Kein Kommentar

"Mit!"- Die WAZ kündigt das Forum an.

Letzten Freitag hatten wir ein Interview mit Frau Gudrun Mattern, was dabei raus kam war am Samstag schon in der WAZ zu lesen: Ein schöner Bericht über unsere Pläne für den kommenden September! Von 7. bis 9. September blüht das Bahnhofsumfeld auf: Workshops im Turm, Podiumsdiskussionen im Oberhaus und kulinarische und musikalische Spezialitäten jeden Abend am Museumsbahnsteig!
Wo, was, wann genau geschieht ist hier nach zu lesen.

"With!"- what WAZ tells about the forum.
It´s easier to build something new, than to restructure something old, technically and socially!

Last Friday we had a funny interview with Gudrun Mattern; What turned out of it was written in the Saturday release of WAZ  -  An enthusiastic approach to our early September plans! From 7th to 9th September there will be many things blossoming in the main stations´surroundings: workshops at the tower, challenging discussions at the Oberhaus and culinary and musical delicacies at the museums´ platform!

To find out about where things are happening, check our program!

andrea | Montag 29 August 2016 at 11:30 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Mit! 3 Tage Co-Creation in Oberhausen!



Mit! - dieser Titel ist in mehreren Köpfen zur gleichen Zeit entstanden. Von Helsinki bis Damaskus: wir wollen uns bewegen. Eine gemeinsame Kultur schaffen, die sich vom Prinzip des “für jemanden” zur Logik des “mit” entwickelt. Ein Miteinander, das aus Verschiedenen besteht.

Kitev in Kooperation mit Ipop, Demos Helsinki, Interkultur.Ruhr und dem Büro für Interkultur der Stadt Oberhausen lädt ein, sich in einer großen Versammlung für einige Tage den Möglichkeiten zu widmen.

Wir glauben: die Fragen nach Leerstand und Zusammenarbeiten, -leben, -sein in einer diversen Gesellschaft müssen gemeinsam diskutiert und realisiert werden. Das Gathering findet statt im renovierten Wasserturm, auf dem Museumsbahnsteig des Hauptbahnhofs und im Oberhaus, einem Hochhaus aus den 50er Jahren, direkt gegenüber dem Bahnhof gelegen. Orte, die gleichermaßen über Resignation und Initiative sprechen. Und über die Vielgestaltigkeit unseres Alltags.

An drei Tagen werden in Oberhausen bei Workshops, beim Feiern und Essen praktische Modelle einer ko-kreativen Gesellschaft besichtigt und entwickelt. Willkommen!

Hier das Programm!

AW | Montag 22 August 2016 at 10:15 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Workshop "Hands on, Co-Create! Wir reparieren ein Hochhaus"


Wir von kitev haben im Rahmen der Konferenz "Mehr [als] Wohnraum" in Kooperation mit StadtBauKultur NRW einen eigenen Workshop mit dem Titel "Hands on! Wir reparieren ein Hochhaus" veranstaltet. Das Hochhaus diente somit nicht nur als Veranstaltungsort, sondern war gleichermaßen Thema des Workshops. Das produktive Treffen war eine gute Gelegenheit gemeinsame Visionen und Ideen zur Zukunft des Hauses in einer größeren Gruppe zu entwickeln und auszutauschen. In Kooperation mit dem Wohnungsunternehmen Vonovia haben wir bisher drei Wohnungen und ein leerstehendes Ladenlokal übernommen und werden diese langfristig renovieren und für neue Nutzungsmöglichkeiten umgestalten. Der Renovierungsprozess wir ein kombiniertes Experiment von gemeinschaftlichen Bauen und gleichermaßen sozialer Integration sein und hoffentlich einen guten Beitrag zum Hauptthema der Konferenz liefern.

Der Workshop hat eine interessante Mischung an unterschiedlichen Personen angezogen: langansässige OberhausenerInnen und kürzlich Hinzugezogene, Professionelle aus den Bereichen Planung und Wohnraum, KünstlerInnen und StudentenInnen von nah und fern. Zuerst stellten diejenigen, welche die längste Erfahrung mit dem Hochhaus haben, ihren Eindruck über die aktuelle Situation dar, um alle auf eine gemeinsamen Stand zu bringen. Neben Herausforderungen wie der hohen Fluktuation, besonders in den kleineren Wohnungen, und den einseitigen sozialen Strukturen, wurde auch eine Reihe potentieller Möglichkeiten identifiziert: Z.B. niedrige Miete, großartige Lage und gute Sichtbarkeit in der Innenstadt, positive Eindrücke nach ersten Begegnungen mit den BewohnernInnen, so wie die relativ gut erhaltene Bausubstanz des Gebäudes. Innerhalb des Workshops wurden drei Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufgeteilt, welche sich an verschiedenen Stellen im leerstehenden Ladenlokal im Erdgeschoss platzierten. In diesen drei Gruppen wurden vorwiegend Visionen für die Zukunft des Hauses in den nächsten fünf Jahren entwickelt und darüber diskutiert wie diese Entwicklung tatsächlich stattfinden kann: Was kann unmittelbar geschehen und wo sollten Engpässe verschwinden, welche konkreten Interventionen im Wege stehen könnten. Alle Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass es oberste Priorität hat, zu erst den Kontakt zu den aktuellen BewohnernInnen herzustellen und sich gegenseitig kennenzulernen - z.B. durch kleine Treffen, in denen die BewohnerInnen regelmäßig über den laufenden Prozess informiert werden, Gespräche mit den langansässigen BewohnernInnen zu führen, um mehr über ihre Interessen und das Haus generell zu erfahren. Was unter allen Umständen vermieden werden sollte, sind kostspielige Renovierungen, welche am Ende keine Anerkennung finden.

Eine Reihe von Problemen haben letzlich einen zaghaften Lösungsansatz gefunden. Wenn es u.a. möglich wäre, die relativ hohen Nebenkosten zu senken (die überwiegend durch Vandalismus und Gleichgültigkeit seitens der MieterInnen hervor gerufen werden), könnten stattdessen einige Benefits entstehen (z.B. einen Garten auf dem Dach des Hauses). Eine Gruppe schlug u.a. vor, einige interessierte BewohnerInnen als hausinterne "Hausmeister" einzusetzen, um die Geschäftigkeit im Haus zu halten und den Mietern mehr Verantwortung für ihr "zuhause" zu überlassen. Dies würde eventuell auch das große Desinteresse am Objekt mindern. Eine ähnliche Idee kam aus einer anderen Gruppe, welche ein großes Potential an Beschäftigungsmöglichkeiten bzw. Ausbildungsverhältnissen durch begleitete Workshops in den leerstehenden Wohnungen bzw. dem Ladenlokal im Haus sieht. In diesem Zusammenhang war es sehr hilfreich auch Repräsentanten vom Jobcenter Oberhausen und dem Wohnungsunternehmen Vonovia anwesend zu haben.



At Kitev, we had initiated the Workshop 4 “Hands on! Wir reparieren ein Hochhaus” in order to crowdsource visions and ideas for the high-rise apartment building that we have agreed to work with in the coming years. The owner company Vonovia has invited Kitev to start a gradual upgrading process, where the current and potential future residents of the house shall be co-creators both in planning the interventions and in carrying them out together with other collaborators. The renovation process will also be an experiment of community building and social integration, hopefully making a valuable contribution to the seminar’s main topic “More (than) living space” – or even a showcase of social integration through construction.  


The workshop attracted an interesting mix of people: long-time Oberhausen residents and recent migrants, planning and housing professionals, artists and students from both close and far. First the people with the most knowledge about the past and current state of the building shared their views, to familiarize others with the state-of-the-art. Besides the challenges such as small flats that favour high fluctuation of residents and one-sided socio-economic structures, a number of opportunities were identified: e.g. low rents, great location and visibility in the city, positive feeling after the first encounters with the current tenants as well as a relatively good basic condition of the building. 

The workshop also took place in the targeted building, in a vacant shop premise of the ground floor. Most of the time was spent in three groups, envisioning the great future of the building and making a roadmap by naming concrete actions that are required to reach the vision in the coming five years: what can be done immediately and which bottlenecks have to be removed before being able to proceed with certain interventions. All agreed that the first priority is to start familiarizing with the current residents – e.g. to talk with the long-time anchor tenants and residents, to initiate a series of small gatherings to inform the tenants about the process, to gather knowledge about their priorities. What shall be avoided is a costly renovation process the results of which are not truly appreciated or are used only seldom.



A number of problems got at least tentative solutions already. If it was possible to lower the considerably high maintenance costs of the house (caused e.g. by the carelessness of some tenants), it could be possible to offer some benefits – a roof garden? – for the residents in return. One group envisaged how hiring certain residents as caretakers instead of outsourcing all building maintenance would keep the money “in the house” and gradually reduce the disinterest that some have in their apartment building. A related idea was to provide opportunities for work and apprenticeship inside the building by establishing a number of workshops either in the shop premises or vacant apartments. We were lucky to have representatives of the owner company (Vonovia) and the Job Center in the workshop.

GR | Montag 11 Juli 2016 at 1:46 pm | | en, turmbLog | Kein Kommentar

Mehr [als] Wohnraum! Konferenz

Die Konferenz "Mehr [als] Wohnraum!" findet  am 6.Juli im kitev-Turm, im Leerstand im HBF Oberhausen und im benachberten Hochhaus in der Friedrich-Karl-Straße 4. Hier kommt der Reader dazu.

AW | Dienstag 28 Juni 2016 at 10:21 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

Auf der Suche nach New ideas for old buildings in Lettland

Riga Markt
Leerstand ist in vielen mittelgroßen, europäischen Städten ein Dauerthema. Die Gründe dafür sind divers und jede Situation wird bei näherem Hinschauen zu einem komplexen Feld, das viel über das Funktionieren von staatlicher Organisation und globalisierten Realitäten erzählt. Wir haben uns aufgemacht nach Lettland, genauer: Cēsis, um zu erfahren, wie Leerstand dort entsteht – und was daraus gemacht wird. Latvia, sing me your song of new ideas!

Zur fünften Konferenz des Projekts New ideas for old buildings trafen wir uns am 07. und 08. Juni mit unseren Partnern aus dem EU-weitem Netzwerk im idyllisch im Nationalpark Gauja gelegenen Cēsis, ein mit kaum 20.000 Einwohnern schon ziemlich grossen Ort in Lettland, das insgesamt weniger als 2 Millionen Einwohner zählt. Der Ort, wie viele weitere im Land, kämpft mit einem akuten Rückgang sowohl von Einwohnern, als auch der Wirtschaftskraft. Viele der zum Teil historischen Gebäude des Orts, stehen seit langer Zeit ungenutzt leer. Aber: es bewegt sich etwas! Langjährige BewohnerInnen des Ortes, ebenso wie grossstadtmüde AktivistInnen beginnen, der Vergangenheit neues Leben einzuhauen. Kreative StadtmacherInnen auf dem Weg in die Zukunft.

Ein altes Krankenhaus. Mitten in einem Park mit sanft geschwungenen grünen Wiesen. Eine Feuerstelle. Eine Sauna. Schafe weiden. Oder vielmehr: werden. Alles Andere ist bereits Realität im Künstlerhaus Rucka. Dort schlafen und leben wir während unserer Zeit im Ort. Ein Kollektiv von DokumentarfilmerInnen, das gleichzeitig einen Bauernhof bewirtschaftet, hat in den vergangenen Monaten auf Einladung der Stadt diesen Ort renoviert und zu einer neuen Bestimmung geführt. Nun finden hier internationale Arbeitsresidenzen für KünstlerInnen statt, Workshops und Summerschools für KuratorInnen. Ein Mal jährlich treffen sich junge ArchitektInnen und denken über das Haus und dessen Umgebung nach – und lassen etwas zurück: zum Beispiel die Sauna.

Ausgeschlafen besuchen wir die ehemalige Schule und heute frisch renovierten Coworking- und Atelier-Space ”Skola6”, der auch als Tagungsraum der Konferenz diente. In einem kooperativen Verfahren zwischen Stadtverwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren ist dieser Ort in den letzten Jahren entstanden und hat sich nicht nur vorgenommen, einen Leerstand zu beleben, sondern mit der Umnutzung auch neue Ideen von Arbeit und Miteinander in die Stadt zu tragen.

Was wir nach diesen Erfahrungen bereits ahnen, bestätigt sich als wir den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt treffen: in Cēsis ziehen alle an einem Strang. Beunruhigt durch den Abbau des Ortes und des Landes in den letzten Jahren hat sich ein sehr offenes und kollaboratives Verhältnis zwischen allen AkteurInnen in der Stadt gebildet. Die Wege sind kurz, das Vertrauen gross. Aber wie kann man in diesem Klima doch einen kritischen Blick auf vorgeschlagene Projekte bewahren? In einem Klima der Verunsicherung, das gleichzeitig auf schnelle Lösungen ausgelegt ist, gewinnen nicht nur engagierte Ideen, sondern auch das Kapital. Egal, an welchen ideologischen Hintergrund es gebunden ist. Auch das haben wir in Cēsis gelernt. Aber auch, unsere eigenen Überzeugungen kritisch zu reflektieren. Urteile müssen anders bedacht werden in einem Land mit einer sehr verschiedenen politischen und kulturellen Geschichte.

Wichtig auch, einen kurzen Vergleich zur Leerstandspolitik und –ästhetik in Riga zu ziehen: Mit Free Riga bildet ein Kollektiv von AktivistInnen eine Schnittstelle zwischen Eigentümern und potenziellen Nutzern befördert damit die Zwischennutzung leerstehender Immobilien. Tür an Tür zu informellen Wohnsituationen entstehen unter ihrer Regie Coworking Spaces und Veranstaltungsorte. Es zeichnet sich im Namen des Kollektivs bereits ab: in der Grossstadt gibt es andere politische Kämpfe zu führen als im kleinen Cēsis. Inzwischen hat sich die Initiative einen kleinen Platz in der kulturpolitischen Lobby erarbeitet. Vielleicht schaffen sie es ja, längerfristig eine neue Nutzungsökonomie für Leerstände in der Stadt zu entwickeln.

Vacancy is in most european mid-sized cities an on-going issue. The reasons for this are diverse and each case tells a different story about a complex scenario which reveals a lot about the way things work in a state-run organization and global reality. We started our trip to Cesis and Riga in Latvia, so to experience how vacancy occures over there and how to deal with them.

Latvia, sing me your song of new ideas!

At the fifth conference of the project New ideas for old buildings did we meet our dear partners from the EU-wide network to discuss in the idyllic nationalpark Gauja possible solutions for that issue. The city of Cesis with about 20.000 citizens suffers, as many other mid-sized european cities, with a tremendous shrinking process, both inhabitant-wise as economically.

Many of the partly historical buildings in the centre are abandoned since a long time and therefore in no practical use. BUT: Somethings begins to change!

Longtime citizens of Cesis as same as urban activists begin to re-discover ruins and abandoned spaces and bring them to life again.

An old hospital for example. It stands in the middle of a park, imbedded in the most beautiful landscape. Next to it appears a fireplace. Out of nowhere pops up that little sauna surrounded by sheeps who will soon have more grass than they could possible dream of. That´s the reality at Rucka, a residence of artists, little bit outside of Cesis centre. This beautiful place are we honored to call our accommodation during our stay.

It is no wonder that our sleep there is more than pleasant and let us begin freshly the next day with a trip to ”Skola6” which is a former school building and has later been renovated to serve nowadays as a Co-working and studioplace.

It follows a meeting with the mayor of Cesis. That meeting confirms our impression of the city that everyone here pulls together. The insecure situation and shrinking issue of the place founded an amazing tight and collaborative relationship between all activists. Ways are short, trust well-grounded. But how to keep in this matter the critical view on potential projects? In a sensitive atmosphere where the insecurity couldn´t be higher does money usually count more than good ideas. And doesn´t matter to which ideological foundation it´s connected to. That was our impression of Cesis, too.

But we also learned to rethink our own convictions and instead put them in a broader perspective regarding the very unique political and cultural history of the country.

A similar experience as been shown in the impressive capital Riga. Here is the operative base of Free Riga, a collective of brave activists who developed an interface between owners and potential users of abandoned space to function as mid-term projects. But beside the common issues of the whole country does Riga give plenty of other challenges that wants to be faced.

With all these experiences on our journey back home…we are deeply impressed by the great will and engagement of the latvian people. We will take that spirit with us and carry it further into our next steps to develop new ideas for old buildings! Thank you, Latvia.

GR | Mittwoch 15 Juni 2016 at 6:49 pm | | turmbLog, en | Kein Kommentar

Zu Gast beim Mikser festival 2016



Wie lässt sich die Situation von Geflüchteten in einem Transitland, wie Serbien, langfristig verbessern?

Um Antworten auf diese Frage zu finden, waren wir von kitev als einer von zahlreichen Gästen beim diesjährigen Mikser Festival 2016 vom 08. Bis 12.Juni in Belgrad/Serbien geladen.

Die aktuelle Lage der Neuankommenden in Belgrad ist keine einfache, obwohl das Engagement seitens serbischer Organisationen und Instutitionen groß ist. Abgesehen von Unterkunft und Verpflegung, rückt, wie in ganz Europa, vor allem die Frage des Zusammenlebens immer mehr in den Vordergrund. Die Situation vor Ort ist mehr als angespannt und unsere Kollegen von Mikser stehen vor einer bedeutenden Aufgabe. Lösungen müssen her!

Bei der mehrtägigen Konferenz mit dem Thema ”Mikser Talks - Sensitive society” wurden viele gute Beispiele aus dem internationalen Netzwerk präsentiert, um anschliessend gemeinsam diskutiert zu werden.
Wir stellten in diesem Zusammenhang unsere Projekte Refugees for Co-Creative Cities, New Ideas for old buildings und Refugees´ Kitchen vor. Den Interessierten berichteten wir aus unseren praxsisorientierten Erfahrungen eines gemeinsamen Miteinanders und erzählten auch mit welchen Werkzeugen wir Zugänge der Mitgestaltung für alle aus unserer Gesellschaft herstellen wollen.

Es ist gut zu sehen, wie viele interessante, internationale Projekte zu diesem Thema arbeiten und es sich lohnt im ständigen Austausch zu bleiben, um voneinander zu lernen und gemeinsam neue Ideen auf den Weg zu bringen!







How can the situation of the refugees change in a longterm-perspective in a transit country like serbia?

To find answers regarding this question invited Mikser several guests, so us from kitev, to this year´s Mikser festival from the 8th until the 12th of June in Belgrade/Serbia.

The current situation of the new citizens is more than tense although the engagement of serbian organizations and institutions is unbowed. Apart from accommodation, health care and food comes, like in all european countries, the question of ”how works living together?” more to the fore. Our collegues from Mikser are facing a big challenge. Solutions are requested!

At the three days conference calling ”Mikser Talks – Sensitive society” have been presented and discussed many good examples by participants from the broader international network.
Our contribution was to introduce our three projects Refugees for Co-Creative Cities, New ideas for old buildings and Refugees´ Kitchen. We reported out of our experiences as being practical orientated in creating common workflows and which tools we are using to make it possible for everyone out of the society to join the project.

It is great to see how many interesting projects on an international base are dealing with that subject. It´s worth to keep the exchange so to learn from each other and create new possible ways to turn each problem into solutions!



GR | Dienstag 14 Juni 2016 at 10:43 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Mehr [als] Wohnraum! Konferenz

Wir laden ein!

Zur Konferenz ”Mehr [als] Wohnraum! – Bauen als Beitrag zur Integration sozial Benachteiligter”

Der Ruf nach mehr Wohnraum wird lauter!
Die aktuelle Situation in Deutschland macht mehr als deutlich, dass neue, kreative Ideen dringend gebraucht werden.
Entstehen könnten diese zum Beispiel am 06. Juli bei uns in Oberhausen, wo sich Experten, ”Stadtmacher”, Künstler und Kreative rund um das Thema Bauen und dessen Möglichkeiten der Integration sozial Benachteiligter treffen und austauschen werden.

Die Teilnehmer erwartet ein tolles Programm, gefüllt mit zahlreichen Vorträgen, Workshops und anregenden Diskussionen. Veranstaltet wird die ganztägige Konferenz von kitev in Kooperation mit StadtBauKultur NRW, die, wie wir, neue Formen des Zusammenlebens suchen und gestalten wollen.

Und da uns der Bahnhofsturm als einzige Veranstaltungsstätte nicht reicht, beziehen wir ein weiteres Objekt in der Oberhausener Innenstadt.
Denn wie lässt sich die Umsetzung eines Bauvorhabens besser veranschaulichen als in einem renovierungsbedürftig Gebäude selbst?!
Wir packen es an und reparieren das Hochhaus an der Friedrich-Karl-Straße!

Unter folgendem Link sind alle Interessierten herzlich eingeladen sich anzumelden:
http://stadtbaukultur-nrw.de/mehr-als-wohnraum/

Hier ist das Programm zum download.

The call for more living spaces couldn´t be louder right now!
The current situation in germany reveals how desperate it needs new, creative ideas when it comes to building solutions.
These ideas could be possibly soon developed on the 6th of july in Oberhausen where experts, ”citymaker”, artists and creatives will gather to exchange and discuss collective building as a possible practice to integrate socially disadvantaged people.

The participants can look forward to a great program packed with several presentations, workshops and inspiring discussions. This whole-time conference will be presented by kitev in cooperation with StadtBauKultur NRW who, same like us, constantly searching and developing new ways of cohabitation.

And since we believe that ”our tower” isn´t enough to represent our goals completely did we decide to include another interesting object in the city of Oberhausen. Hands on! We gonna repair the high-rised building on the Friedrich-Karl-Street.

Please feel free to use the following link for your registration:
http://stadtbaukultur-nrw.de/mehr-als-wohnraum/

GR | Freitag 03 Juni 2016 at 5:25 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

Kitev zu Gast bei InTransit in Erfurt!

In der vergangenen Woche folgten rund 100 Experten aus neun nordeuropäischen Ländern einer Einladung des schwedischen Goethe Instituts zu einer Open-Space Veranstaltung zum Thema Möglichkeiten der Stadtentwicklung. Das Treffen in Erfurt markiert die Abschlussveranstaltung des einjährigen Projekts ”InTransit–Urban Development and Placemaking ”, welches den Austausch und die Vernetzung von zivilgesellschaftlichen Initiativen aus Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen, England, Irland, Schottland, Deutschland und den Niederlanden fördert. Unter dem Motto ”Heute ist woanders schon morgen” wurde die Frage nach der langfristigen Nutzung ko-operativer Stadtentwicklung gemeinsam diskutiert. Dass dies gelingen kann, zeigten positive Beispiele der Initiativen aus Liverpool (Homebaked), Röstånga/Schweden (Röstånga Tillsammans) und Rotterdam (Leeszaal), welche im Rahmen einer Abendveranstaltung vorgestellt wurden. 

Last week was full of events in which kitev was involved. One of it was the final Event ”Open Spaces” of the cooperation ”InTransit- Urban development and Placemaking” last week in Erfurt, organized by the Goethe Institution Sweden. Kitev was greatful to join an open exchange regarding the subject of possible Solutions in urban development and what we can learn from co-productive, user-led forms in northwestern Europe. The project ”InTransit” is a cooperation between the Goethe Instituts  and was running for one year. It enabled an international exchange and networking between civil society initiatives from Sweden, Denmark, Finland, Norway, England, Ireland, Scotland, Germany and the Netherlands. Themed ”Somewhere else today is already tomorrow” marked the discussion about the longterm use of co-operative urban development and how to create a value with it. As a highlight of the evening-program has been presented some succeeded examples from the initiatives in Liverpool (Homebaked), Röstånga/Sweden (Röstånga Tillsammans) and Rotterdam (Leeszaal). 

GR | Mittwoch 04 Mai 2016 at 5:18 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

kitev in Pula - New Ideas for Old Buildings Konferenz

In Pula, Kroatien, fand in der vergangenen Woche die von ZelenaIstria organisierte Konferenz ”Open Spaces for Sharing and Imagination” statt. Im Rahmen des laufenden EU-Projekts ”New Ideas for Old buildings” wurde dort rund um das Thema Nutzung- dauerhaft wie temporär- von leerstehenden Objekten im öffentlichen Raum diskutiert und wie sich diese für die Gesellschaft als kulturelle Begegnungsorte gestalten lassen können. Der Ort Pula wurde von unseren Partnern aus Kroatien bewusst für die Veranstaltung gewählt, da die Stadt seit Jahren nach Lösungen zur Nutzung ihrer leerstehenden Militärflächen sucht. Der Veranstaltungsort - Karlo Rojc Center -  ist eine ehemalige Militärkaserne und bietet auf 17.000qm verschiedensten Initiativen Platz zur Verwirklichung von Ideen. Unter den zahlreichen Teilnehmern aus Kultur, Kunst und Politik war auch kitev als Partner vertreten und mit im Gepäck einige repräsentative Beispiele und Erfahrungen der Freirauminitiativen und der Kultur des ”Stadtmachens” aus Oberhausen und NRW. Nach weiteren inspirierenden Präsentationen aus Lissabon, Bilbao und London vertiefte eine anschliessende Diskussion die Fragestellung der Zusammenarbeit zwischen freien Initiativen und Stadtverwaltungen.



Last Week in Pula / Croatia – Kitev was there! The conference ”Open Spaces for Sharing and Imagination” organized by Zelenalstria from Croatia took place. Within the on-going EU-project ”New Ideas for old Buildings” were all participants invited to discuss possible ceative solutions for the use of empty buildings and how it can turn into public cultural meeting spots. The city Pula was deliberately chosen by the organization team based on the city´s longterm search for solutions for the use of empty military area. 
Beside several experts from the cultural, artistic and political sector kitev presented temporary use good examples from Oberhausen and North Rhine Westphalia in terms of the willpower by civil intiatives. After further presentations from Lisboa, Bilbao and London a following discussion was questioning the topic of a more effective collaboration between the municipalities and free initiatives.

Excursion to empty but picturesque military premises;  Ausflug während der Konferenz zu Leerständen ehemaliger militärischer Nutzung



The series of conferences for 'New Ideas for Old Buildungs' is possible due to EU funds.  Danke!



--> tvistria

--> glasistre.hr

GR | Dienstag 03 Mai 2016 at 1:46 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

Living in a Sculpture

Seit Oktober 2015 arbeiten im Rahmen des kitev-Projekts "Gute Hoffnung 2015" (von dem ein Teil unsere teporäre Freie Universität OB-Mitte war) die bildenden und fotografischen Künstler Becker Schmitz und Pascal Bruns im Quarrtier Oberhausen-Mitte.

Es entstanden Skulpturen in privaten Wohnungen. Und Fotografien von diesen Skulpturen. Zu sehen sind einige von diesen bereits virtuell, hier: http://livinginasculpture.tumblr.com/.

Nun findet das Projekt einen feierlichen öffentlichen Abschluss mit einer Ausstellung im 3. OG des kitev-Turms. Neben großformatigen Fotos von den in Privaträumen entstandenen Installationen wird eine finale Skulptur präsentiert, welche unseren 3.OG-Raum akzentuiert. Wir freuen uns sehr darauf!

Öffentliche Termine – zu denen wir sehr herzlich einladen! – sind:

Sonntag, 24. April, 16 bis 19 h (zur Installation gehört an diesem Tag feinster Kuchen)

& Samstag, 30. April, 19 bis 22 h (hier gibt es zudem Sound-Stripes zu hören)



Living in a Sculpture

Mit dem interdisziplinären Kunstprojekt „Living In A Sculpture“ untersuchten Becker Schmitz und Pascal Bruns den privaten Raum von Menschen aus dem Kreativquartier Oberhausen. Dabei gingen sie, statt in einen klassischen Ausstellungsraum wie Galerie oder Museum, in die Wohnung der Menschen und errichteten dort ihre Skulpturen. Da jeder seine Wohnung nach seinen Bedürfnissen einrichtet, spiegelt das Kunstwerk auch immer ein Stück von dem Menschen, den sie besuchten und kennenlernten, wider. Mal streng, mal dynamisch. In sich ruhend oder ausufernd. Die Skulpturen skizzieren ein inneres Bild und schaffen einen Einblick in das Leben und den privaten Wohnraum der Menschen.

Die Teilnehmer haben sich, auf veröffentlichte Aufrufe antwortend, bei den Künstlern gemeldet, um sie kennen zu lernen aber auch um sich zu zeigen und ein Stück aus ihrem Leben Preis zu geben. So war jeder Besuch auch für die Künstler ein intimer Moment, der mit den Gastgebern geteilt wurde. Denn um die Kunstwerke zu installieren, mussten sie die Wohnung der noch fremden Person begehen und entdecken. Stets auf der Suche nach einer Möglichkeit bzw. einem Ort, um die Skulptur zu installieren.

Bevor das Kunstwerk aufgebaut und installiert und somit in den Raum gezeichnet wurde, setzten sie sich intensiv mit dem Wohnraum auseinander und legten in dieser frühen Phase auch bereits die Sichtachse für das final geplante Foto fest. Erst dann erfolgte die Intervention: das Spannen einer Linie, das durch seine Linien den begangen Raum sichtbar macht.

Die Linienkonstruktion besteht aus schwarzen Polyethylen-Seilen und wird in einem vorher definierten Bereich gespannt. „Living In A Sculpture“ vereint in diesem Stadium drei Disziplinen: Fotografie, Objekt und Zeichnung im Raum. Hierbei trennen und verbinden die gezogenen Linien den Raum und Sichtachsen.

Abschließend kann man die Intervention begehen. Und der Gastgeber kann sogar darin leben und wohnen, wenn er Lust drauf hat.

Als Abbildung in der Fotografie zeigt sich die Installation als eine homogene und zweidimensionale Zeichnung. Und diese Fotografie soll uns an die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt erinnern, als wir mit „Living In A Sculpture“ die Trennlinie von Privatem und Ausstellungsort verschmolzen haben, um das Fremde zu überwinden und Freunde zu finden.


Oberhausen, April 2016        Becker Schmitz, Pascal Bruns


gefördert durch:    

wastun | Dienstag 19 April 2016 at 11:59 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

Konferenz in Ljubliana - Refugees for Co-Creative Cities

kitev in Slowenien - auf der Konferenz "Accommodation of asylum seekers and Integration of refugees in municipalities: good practices from Italy and Germany",  (Unterbringung und Integration von Geflüchteten) die am 12.April 2016 in Ljubljana stattgefunden hat. 
Slowenien macht die ersten Schritte weg von Sammelunterkünften hin zu dezentraler Unterbringung und holt sich Inspiration aus Italien und Deutschland. Wir durften von unseren Projekten - Refugees' Kitchen - berichten, sowie Zahlen, Daten, Fakten und Erfahrungen von Oberhausen im Hinblick auf Unterbringung und Integration von Geflüchteten vorstellen. Es gab sehr viel Anerkennung dafür, was eine Stadt dieser Größe zu leisten im Stande ist. Ljubjana selbst ist mit 270.000 Einwohnern, nur etwas größer als Oberhausen. 
Aus Italien gab es sehr interessanten Input - das SPRAR System von Cittalia: Eine italienweites Programm zur dezentralen Unterbringung und Kulturprojekten von&mit Geflüchteten.

Hier geht's zu einem Bericht in slowenischer Sprache: IPoP - Inštitut za politike prostora.


AW | Montag 18 April 2016 at 09:44 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Neue Ausstellung im Nordsternturm!

Seit letzten Samstag 19.03.2016 gibt es die neue Ausstellung mit Werken aus der umfangreichen Videokunst-Sammlung des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) regulär im Nordsternturm zu sehen. Wir sind mit dem Aufbau der neuen Ausstellung gut fertig geworden, vergangenen Freitag war Eröffnung von „A Sense of history“ im Videokunstzentrum.

Es werden Videoarbeiten von 30 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, darunter auch die Uraufführung eines neuen Werkes von Halil Altindere.

„Escape from Hell“ ist eine humoristische Kritik zur Regierungspolitik, patriarchalischen und nationalistischen Strukturen in der Türkei. Verfolgungsjagden, Schießereien, Bilder überbordender Macht in wunderschönen Landschaften und traditionsreicher Kulisse richten ihre Botschaft gegen repressive Entwicklungen im türkischen Staat und der Gesellschaft.

„Ich liebe es, mit der Fantasie und den Gefühlen der Menschen zu spielen und ich mag es, Träume und Realität zu vertauschen. Aber die Wirklichkeit ist viel absurder als jede Fiktion.“ (Halil Altindere)

http://www.nordsternturm.de/videokunstzentrum_ausstellung.php

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From last Saturday 19.03.2016 on „ A Sense of History“ with works from the collection of Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.) will be shown in the video art center. We have set up the exhibition and one of the art pieces is a world premiere: the brand new video by Halil Altindere, a turkish video artist. „Escape from Hell“ is made with a critical and humorous attitude. It tackles the governmental policy, the patriarchal structures and nationalist values in Turkey. Life-threatening shootings, chases, excessive power in magnificent landscapes and traditional scenery are broaching the issue of repressive measures in Turkish politics and society.

„I love it to play with imagination and emotions of people and i love it to swap dreams and reality. But reality is much more absurd than any fiction“ (Halil Altindere)

AW | Montag 21 März 2016 at 5:25 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

FR 18.03. & SA 19.03.: We are tomorrow – Transnationale Ensemble Labsa zu Gast bei kitev

Am kommenden Freitag (18.03.) und Samstag (19.03.) ist das internationale Ensemble Labsa zu Gast im kitev-Turm und im Leerstand.

Der Samstag bietet junge Menschen zwischen 16-18 Jahren die Chance zur Teilnahme an mehreren Workshops (siehe hier) – und mündet in eine gemeinsam mit wheels (hörbar) veranstaltete OPEN JAM!

Bereits am Freitag Abend (20 h) zeigt das Ensemble im kitev-Leerstand seine musikalische Theaterproduktion Sugar Snap Paradise:


SUGAR SNAP PARADISE

Musiktheater mit den Sugar Snaps – dem transnationalen Ensemble Labsa
Eine zusammengewürfelte Gruppe folgt einem Glücksversprechen und macht sich auf die Reise zu einem fernen Planeten. Dort wartet ein alter, unberechenbarer Dorfkönig und heißt sie Willkommen im »Sugar Snap Paradise«. Diese Begegnung löst bei den Reisenden einen tiefen Schlaf aus und mitten im Weltraum finden sie sich in ihren ureigenen Träumen wieder.
Sugar Snap Paradise handelt von Wünschen und Illusionen, der Begegnung mit Unerwartetem, vergessenen Königen, von Mut und der Frage nach dem, was für uns wirklich wertvoll ist.
Das Stück arbeitet mit musikalischen und tänzerischen Mitteln, dem Spiel mit Masken, Objekten und Trickfilmen.

Künstlerische Leitung: Emilia Hagelganz und Lena Tempich
Produktion: Anna Buchta
Mit: Fortune Waliza, Seratu Bah, Emilia Hagelganz, Amir Jafari, Ahmad Reza Ashury, Abdellah Chouaikh, Yacouba Coulibaly, Oumar Barry, Merih Eyasu, Faton Demaj, Mohamad Bangoura, Lena Tempich
Musik: Ralf Tibor Stemmer, Jan-Philipp Alam, Susanne Henning, Olivia Alam, Anwar Alam, Zofia Bartoszewisz

Realisiert durch Labsa e.V. und GrünBau GmbH Dortmund.

wastun | Mittwoch 16 März 2016 at 4:26 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

Konferenz 'Kultur mit Geflüchteten'

Vergangenen Freitag, am 11.03.2016, fand im kitev-Leerstand die Kulturkonferenz "Kultur mit Geflüchteten" statt. Vertreter_innen von freien Initiativen, städtischen Kulturinstitutionen und Interessierte sprachen über die Rolle von Kultur bei der Integration von Neu-Oberhausenern.

Neben der Bestandsaufnahme von Angeboten zu Teilhabe an Kultur und Bildung, wurden viele weitere Vorschläge und positive Ansätze erarbeitet.

Zusammenarbeit in Oberhausen: Gut zu sehen, wie vielseitig das Engagement in Oberhausen ist!

Arbeit und Leben NRW, BON Bunter Oberhausener Norden, Familienbildungswerk Oberhausen, Gdanska, Integrationsrat, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Jugendclub Courage Integrationsgruppe
kitev, die Kurbel, Kulturausschuss, LUDWIGGALERIE, LVR-Industriemuseum
Musikschule, Presseklub, Pokuju e.V., POTTpeople Stadtbibliothek Oberhausen,
Theater Oberhausen, VHS Oberhausen und viele weitere …

Fotos: Rene Jankowski und Ghaith Shahta

AW | Sonntag 13 März 2016 at 1:49 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

Kulturwiese Altenberg

Wer kennt den Park hinter dem Industriemuseum? Die Schublade ist offen, neue alte Pläne sind wieder da - Agnieszka und Christoph von Ateliers Stark + Wnuczak - denken schon viele Jahre über diesen Ort nach.

2008 war das Jahr eines gewonnenen Wettbewerbs - das damals von der Stadt ausgelobte Verfahren gewannen Ateliers Stark + Wnuczak. Eigentlich Anlass zur Freude, nicht jedoch in Oberhausen - damals ärmste Kommune deutschlandweit.

Im direkten Anschluss an die Bewilligung der Investitionen durch das Städtebau-Ministerium wurde Oberhausen „heimgesucht“ vom Sparkommissar der Bezirksregierung, der die Stadt unter Kommunalaufsicht stellte. Alle Pläne verschwanden auf Jahre in Schubladen.

Wer hätte gedacht, dass sie jemals wieder zum Vorschein kämen?
Mit den Jahren änderte sich aber die Lage langsam: ein neuer Kämmerer sanierte die städtischen Finanzen und erlangte für die Stadt eine gewisse Handlungsfähigkeit wieder. Zwar ist Oberhausen von einer schwarzen Null weit entfernt, investieren und modernisieren kann die Stadt nun dennoch wieder. 2014 ging die Planung in die "Revision" und wurde noch einmal von den Künstlern überarbeitet.

Schön für den Park und noch schöner für die Nachbarschaft.
Baudenkmäler auf beiden Seiten umgeben den Park. Das LVR-Industriemuseum auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Siedlung Gustavstraße bildeten früher ein zusammenhängendes Ensemble: Hier die Arbeiter, dort die Arbeitsstelle und dazwischen die Abraumhalde. Der bauliche Zusammenhang könnte wieder sichtbar werden und die Neugestaltung des Parks würde Oberhausen Lirich lebens- & liebenswerter machen: Bürgergärten, Brotbackofen, Bienenzucht, Grillen, Chillen, Spiel und Sport könnten dort beheimatet sein und gemeinsam mit den Anwohnern entwickelt werden.

Inzwischen sind 8 Jahre ins Feld gezogen. Viele Regeln und Richtlinien haben sich geändert. Auch die Vergabeordnung. Deshalb ist noch nichts entschieden, es bleibt spannend…

hier der WAZ-Artikel auf 'der Westen'

AW | Samstag 20 Februar 2016 at 08:38 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Freie Universität - Interkulturalität

Gestern: ein toller Abend innerhalb der Ringvorlesung - Geflüchtet & hier. Vorbereitet haben ihn die Referenten Tim Pickartz und Ahmed Hassan zusammen mit Lodmela, Abdulrahman, Hussein und Zazim - Neu-Oberhausenern aus Syrien und Afghanistan. Auf ihre Einladung hin kamen Heroes aus Duisburg - eine Initiative gegen Unterdrückung im Namen der Ehre - die großartige Arbeit leisten. Lest hier im Blog der Freien Uni.

AW | Samstag 20 Februar 2016 at 07:57 am | | turmbLog | Kein Kommentar

Refugees' Kitchen in der NRZ

Refugees' Kitchen: Die Arbeit läuft super. Vorgestern waren Justin Rednoß, Daniel Paaßen und Adam Murina noch Studierende, jetzt sind sie geprüfte Techniker für Elektrotechnik! Inhalt der Prüfung war die Elektrotechnische Ausstattung der Refugees' Kitchen. Die Elektro-Planung steht, nach Ein- und Umbau wird sich die Küche autark, ohne Steckdosenstrom durch die Republik bewegen können. Bei der Präsentation vor großem Auditorium war auch die Presse anwesend.  Die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden des Hans-Sachs-Berufskollegs und kitev hat auch Arbeit & Leben dgb/vhs NW unterstützt.

>> Hier geht's zum Online-Artikel

AW | Freitag 19 Februar 2016 at 2:27 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

Umbau des Leerstandes

Jetzt ist es offiziell!

Das verflixt gute 7 Jahr! Nach 7 Jahren (!) temporärer Nutzung des Leerstandes im HBF für Ausstellungen, Theater- & Performances, Parties, Diskussionen und Gespräche, Filmvorführungen, Workshops, Seminare und auch als Holzfenster-Rastaurierwerkstatt während des Umbaus des Wasserturms dürfen wir nun verkünden:

Aus temporär wird dauerhaft!

Kein Strom, keine Wasser, keine Heizung - das war immer eine Herausforderung. Nach so vielen unterschiedlichen Nutzungen wird es den einen oder die andere überraschen, dass wir keinen dauerhaften Vertrag hatten. Für jede Veranstaltung war eine Sondergenehmigung notwendig: Von der Bahn, von der Stadt von der Feuerwehr... Das nimmt nun sein gutes Ende!
Helau!

AW | Freitag 05 Februar 2016 at 12:10 pm | | turmbLog | Kein Kommentar

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