02.05.2024

Wir haben ein Auto gefunden!

Monatelang haben wir recherchiert, verglichen und diskutiert. Wir haben Datenblätter gewälzt, Hersteller angeschrieben und uns gefragt, welches Fahrzeug wirklich zu dem passt, was wir vorhaben. Und irgendwann kam der schönste Teil: Wir hatten die Möglichkeit, einige davon tatsächlich Probe zu fahren. Und zwar nicht zu zweit oder zu dritt, sondern so, wie wir alles machen: gemeinsam. Mit dem Team der Refugees' Kitchen und mit Studierenden haben wir uns Fahrzeuge kommen lassen, sind sie gefahren, sind drumherum gelaufen, haben Kisten reingewuchtet und Klappen auf- und zugemacht.

Eines war von Anfang an klar: Es wird ein nachhaltiges Fahrzeug. Ein Diesel stand nie zur Debatte – ein Projekt, das über globale Zusammenhänge und Klimagerechtigkeit spricht, fährt nicht mit einer Abgaswolke vor. Also haben wir von der ersten Minute an nur elektrisch gesucht.

Und immer wieder haben wir uns dieselben Fragen gestellt: Kann man daran zu sechst kochen? Passt es in einen Hinterhof? Können wir es selbst umbauen – oder darf das nur eine Werkstatt? Bei den kleinen Transportern von ARI Motors haben wir lange überlegt, am Ende war uns der Platz zu knapp.

Jetzt steht fest: Es wird ein aCar von EVUM. Entwickelt und gebaut in Deutschland, schmal genug für die Orte, an die wir eigentlich wollen – und vor allem umbaubar. Genau darum ging es uns.

Denn dieses Auto ist kein Imbisswagen.

Schon der Aufbau wird ein Beteiligungsprozess. Wir planen die Küche gemeinsam: das Team, Studierende, Menschen aus der Nachbarschaft. Wo kommt die Ausgabeklappe hin? Wie kocht man zu mehreren, ohne sich auf die Füße zu treten? Wer das mitbaut, dem gehört es danach auch ein Stück.

Und dann fährt es los. Wir planen offene Kochworkshops in den Stadtteilen, bei denen Menschen ihre Rezepte und ihre Geschichten mitbringen. Nachbarschaftsfeste, bei denen gemeinsames Kochen der Anlass ist, überhaupt ins Gespräch zu kommen. Formate mit Schulen und Hochschulen. Und Gespräche über Flucht, die nicht im Seminarraum stattfinden, sondern an einem Tisch, auf dem Essen steht.

Natürlich werden wir damit auch weiterhin unser Essen anbieten. Aber darum geht es nicht in erster Linie. Es geht darum, Menschen zusammenzubringen – dort, wo sie sind.

Es geht los.

For months we researched, compared and argued about it. We pored over spec sheets, wrote to manufacturers and kept asking ourselves which vehicle really fits what we have in mind. And then came the best part: we got the chance to actually test drive a few of them. Not just two or three of us deciding — but the way we do everything: together. With the Refugees' Kitchen team and with students, we had vehicles brought to us, drove them, walked around them, heaved crates inside and opened and closed every hatch.

One thing was clear from the very beginning: it had to be a sustainable vehicle. A diesel was never up for debate — a project that talks about global connections and climate justice doesn't pull up in a cloud of exhaust. So from the first minute, we only looked at electric.

And again and again we asked ourselves the same questions: Can six people cook in it? Does it fit into a backyard? Can we convert it ourselves — or is that only allowed in a workshop? We thought long and hard about the small vans from ARI Motors, but in the end there simply wasn't enough room.

Now it's decided: it's going to be an aCar by EVUM. Developed and built in Germany, narrow enough for the places we actually want to reach — and above all, convertible. That was exactly the point for us.

Because this car is not a food truck.

Building it will already be a participation process. We're planning the kitchen together: the team, students, people from the neighbourhood. Where does the serving hatch go? How do several people cook side by side without stepping on each other's toes? Whoever helps build it will own a piece of it afterwards.

And then off it goes. We're planning open cooking workshops across the districts, where people bring their recipes and their stories. Neighbourhood festivals, where cooking together is the reason people start talking at all. Formats with schools and universities. And conversations about flight and migration that don't happen in a seminar room, but at a table with food on it.

Of course we'll keep serving our food from it too. But that's not the main point. The point is bringing people together — right where they are.

Let's go!