go(o)d kitchen – Gemeinsam Bauen und Kochen
Mit go(o)d kitchen wird die Kirche „Heilige Familie“ in Oberhausen-Lirich Teil der Manifesta 16 Ruhr. Gemeinsam mit der Oberhausener Tafel entwickelt kitev hier einen offenen Begegnungsort, an dem Kochen, Bauen und Teilhabe den Raum neu verhandeln.
Mit go(o)d kitchen – Gemeinsam Bauen und Kochen beginnt für uns ein besonderes Projekt an einem besonderen Ort. In der Kirche „Heilige Familie“ in Oberhausen-Lirich, die heute von der Oberhausener Tafel genutzt wird, treffen sich künftig Menschen, um gemeinsam zu kochen, zu bauen, zu essen und Zeit miteinander zu verbringen. Was zunächst alltäglich erscheint, bildet den Kern des Projekts: Begegnung ermöglichen und Räume gemeinsam neu denken.
Die Kirche ist dabei mehr als ein Rahmen. Als sakral konzipierter Raum ist sie architektonisch auf Gemeinschaft, Nächstenliebe und Besinnung ausgelegt. Heute ist sie zugleich Teil sozialer Infrastruktur und alltäglicher Versorgung. go(o)d kitchen setzt genau an dieser Schnittstelle an: Der Kirchenraum wird als sozialer Resonanzraum gelesen und temporär neu aktiviert – offen, wandelbar und gemeinschaftlich nutzbar.
Gemeinsam mit der Oberhausener Tafel und mit Unterstützung der Stadt Oberhausen entwickeln wir eine offene Lern- und Begegnungsküche. In Bau-Workshops entsteht eine temporäre Architektur, die den Raum neu strukturiert, flexible Nutzung ermöglicht und über das Projekt hinaus weiterverwendet wird. Kochen und gemeinsames Essen fungieren dabei als soziale Praxis, die Austausch, geteiltes Wissen und Beziehung fördert.
Als Teil des PLUS-Programms der Manifesta 16 Ruhr ist go(o)d kitchen eingebettet in ein Netzwerk von Projekten, die Kirchen im Ruhrgebiet als Orte des gesellschaftlichen Wandels neu lesen. Unser Projekt bleibt dabei bewusst nah an der Nachbarschaft und an den Menschen, die diesen Ort bereits tragen.
Wir freuen uns darauf, diesen Prozess gemeinsam zu gestalten – und hier Schritt für Schritt davon zu erzählen.
Foto: Die Oberhausener Tafel in der Kirche „Heilige Familie“ | Fotograf: Sebastian Becker